Der Versuchung des Vergleichens widerstehen



Bevor ich Mama wurde, war ich ständig versucht, alles von mir immer mit anderen zu vergleichen: meine Laufzeit, meine Deko im Haus, meine selbstgemachte Pizza. Ich habe immer etwas gefunden, mit dem ich unzufrieden sein konnte.

Jetzt als Mama begegnen mir so viele neue Bereiche, in denen ich versucht bin, mich mit anderen Eltern bzw. mein Kind mit anderen Kindern zu vergleichen.


Körperliche Entwicklung:

„Hör auf, die ganze Zeit an meiner Hand zu ziehen und zu jammern! Warum kannst du nicht wie die anderen Kinder ganz alleine ohne meine Hand zum Sandkasten laufen?“


Musikalisches Talent:

„Wenn du ein musikalisches Wunderkind sein willst, dann musst du die Töne am Klavier sofort erkennen können. Dein Cousin konnte schon mit acht Monaten die Tonleiter hoch und runter singen. Und bitte, steck nicht immer den Xylophon Stab in den Mund!“


Selbstvertrauen:

„Das ist der Raum unserer Kirche für Kleinkinder und keine gefährliche Drachenhöhle. Siehst du nicht das ganze tolle Spielzeug?! Und schau dir die anderen Kinder an! Sie sind alle fröhlich, weil sie Jesus lieben! Sie heulen nicht oder klammern sich an die Beine von irgendjemandem!“


Die Gefahr, sich mit anderen zu vergleichen, ist so groß. Sie ist immer nur einen Gedanken weit entfernt und wenn du dich auf sie einlässt, zieht sie dich in einen Sumpf der Unzufriedenheit.

Zufriedenheit dagegen bedeutet, mit dem glücklich zu sein, was man hat. Wir können Gott darum bitten, dass er uns die Kraft gibt, unsere Gedanken zu kontrollieren. So, sodass wir früh genug realisieren, wenn sich wieder Unzufriedenheit bei uns einschleicht und wir sie bei ihren Wurzeln ausreißen können, damit sie sich gar nicht erst ausbreiten kann. Zufriedenheit bedeutet, selbst für die kleinsten Dinge dankbar sein zu können.


Ich wünsche mir immer noch, dass mein Sohn ein früher eifriger Leser wird, dass er ein musikalisches Talent hat, dass er ein begeisterter Wanderer und ein selbstsicherer Mensch wird.

Doch eine der größten Geschenke, die ich meinem Sohn mitgeben kann, ist, ihm vorzuleben, wie wichtig es ist, zufrieden und dankbar zu sein. Wenn mein Sohn lernt, selbst an kleinen Dingen Freude zu haben und für sie dankbar zu sein, dann ist das viel wertvoller, wie wenn er mit vier Jahren ein Geigen-Konzert geben kann.





 

Autor: Liz Hansen Original Artikel: https://theparentcue.org/comparison-is-the-thief-of-contentment/

Ins Deutsche übersetzt von Nora Wendt (Die Übersetzung enthält einige inhaltliche Anpassungen.)

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