Wie du deinem Kind in der Trotzphase begegnen kannst



Meine dreijährige Tochter ist zurzeit ein richtiger Trotzkopf! Es ist nicht einfach als Elternteil mit der Trotzphase unseres Kindes umzugehen.

Die Wissenschaft hat ergeben, dass Kinder in der Trotzphase anfangen, vermehrt Emotionen wahrzunehmen und zu erleben. Doch es fällt ihnen noch sehr schwer, diese neu entdeckten Gefühle auszudrücken.

Wenn ich in einer Trotz-Situation drinstecke, komme ich mir immer so vor, als könnten meine Tochter und ich nicht richtig miteinander kommunizieren. Unsere Auseinandersetzung geht dann meistens soweit, dass sie mit dem Auszeit-Stuhl endet, der aber in der Regel auch nie zu dem erhofften Resultat führt.


Sich aufs Kind einlassen

Vor kurzem habe ich ein Buch gelesen, „Disziplin ohne Drama: Achtsame Kommunikation mit Kindern“ (von Dr. Daniel J. Siegel und Tina Payne Bryson), das mir in diesem Thema echt weitergeholfen hat! In dem Buch geht es darum, wie wir unsere Kinder in einer Trotz-Situation einbinden können, anstatt sie noch wütender zu machen. Das, was wir meistens instinktiv in einem Wutanfall tun, ist, den Anfall stoppen zu wollen, indem wir unserem Kind erklären, warum sein Verhalten falsch ist. Doch in Wirklichkeit ist kein Mensch für eine lehrhafte Erklärung oder eine Unterweisung empfänglich, wenn seine Emotionen gerade hochkochen.


Das Kind besänftigen

Auf einen lauten emotionalen Ausbruch selbst mit einem lauten emotionalen Ausbruch zu reagieren ist, wenn wir ehrlich sind, keine so gute Lösung. Wenn unser Kind einen Wutanfall hat, können wir stattdessen versuchen, ihm in der Situation zu begegnen und es zu besänftigen. Wir können dies tun, indem wir uns auf seine Augenhöhe begeben und ihm neugierig Fragen stellen, anstatt anzunehmen, dass wir seine Absichten kennen.


Das Kind anleiten

Wenn unser Kind uns dann beantwortet hat, warum es sich so verhalten hat, können wir Verständnis ausdrücken. Wenn wir es geschafft haben, wieder eine Verbindung herzustellen, können wir es an die Regeln erinnern. Erst wenn unser Kind ruhig geworden ist, können wir es anleiten, gute Entscheidungen zu treffen.


Nachdem ich diese Tipps immer und immer wieder angewendet habe, habe ich inzwischen mehr das Gefühl in einem Wutanfall, mit meiner Tochter kommunizieren zu können, sie besser zu verstehen und besser anleiten zu können.




Autor: Leah Jennings Original Artikel: https://theparentcue.org/no-drama-discipline-communicating-with-toddlers/

Ins Deutsche übersetzt von Manuela Schneider (Die Übersetzung enthält einige inhaltliche Anpassungen.)

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