Wie du mit dem Unbekannten einer neuen Phase umgehen kannst



Ich erinnere mich noch daran, wie ich frisch Mutter wurde und mir ständig andere Eltern erzählt haben, wie schnell doch die Zeit vergehen und mein Kind groß werden wird. Sie meinten ständig, ich solle ja die Tage zählen und die Zeit genießen. Ich nahm ihren Ratschlag an und fand mich kurze Zeit später im Chaos des Alltags wieder, in dem ich versuchte, die nächsten 24 Stunden zu überleben.


Doch jetzt, jetzt haben wir unseren Ältesten für den Kindergarten angemeldet und sind kurz davor, in eine neue Phase zu starten. Jetzt merke ich plötzlich, dass die Tage bereits gezählt sind. Ich frage mich bei unserem Ältesten nun, ob ich die letzten Jahre gut genug genutzt habe.


Das Bewusstsein, dass die Zeit vergeht, kann Panik in uns auslösen, weil wir plötzlich merken, wie wenig Zeit uns nur noch bleibt. Zusätzlich kann es Unsicherheit in uns auslösen, weil wir uns fragen, ob wir die bereits vergangene Zeit gut genug genutzt haben.


Zurückzuschauen und zu reflektieren kann uns helfen, die Zukunft besser zu gestalten. Doch wir müssen aufpassen, dass wir nicht in dem versinken, was nicht war und was wir verpasst haben. Wir dürfen nicht vergessen, auch auf das zu schauen, was noch vor uns liegt und was noch werden kann.

Es geht nicht darum, dass wir unsere Tage zählen, um uns daran zu erinnern, wie schlecht wir unseren Job als Eltern bisher gemacht haben. Es geht darum, dass wir die Tage umarmen, die noch vor uns liegen, mit der Hoffnung, dass unser Gott etwas Neues, Wunderbares entstehen lassen kann.


Aus diesem Grund feiern wir auch Ostern. An Ostern feiern wir, wie Gott etwas Neues entstehen lassen hat. An Ostern hat sich alles verändert. Veränderung kann gut sein und neue Chancen mit sich bringen.


Es löst immer noch ein Gefühlschaos in mir aus, wenn ich daran denke, dass mein Ältester in ein paar Wochen in den Kindergarten kommt. Doch ich habe mir vorgenommen, dass ich die Tage, die vor mir liegen, umarmen möchte. Ich möchte sie nicht als eine Bedrohung sehen, sondern als eine Einladung. Eine Einladung in eine neue Phase mit neuen Möglichkeiten.

Aus den Tagen, die schon vergangen sind, will ich lernen, die Tage, die noch vor mir liegen, besser zu nutzen. Und Gott kann selbst aus zerbrochenen Dingen in der Vergangenheit, etwas Neues, Wunderbares in der Zukunft entstehen lassen. Mit dieser Hoffnung dürfen wir nach vorne gehen.





 

Autor: Sarah Anderson Original Artikel: https://theparentcue.org/embracing-whats-to-come/

Ins Deutsche übersetzt von Nora Wendt (Die Übersetzung enthält einige inhaltliche Anpassungen.)

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