Ein gesunder Familien-Lifestyle in 2021



Zuallererst: Nein, in diesem Blogbeitrag geht es nicht um ein „Neues Jahr, neues Ich“-Selbsterbauungs-Motto. Keiner von uns braucht noch mehr Vorsätze, die uns am Ende enttäuscht und frustriert zurücklassen. Wir brauchen nicht noch mehr „In nur 3 Wochen 8 kg abnehmen“ und „Wie du gesund lebst“ Werbungen, die uns überall auf Instagram, in unserem Email-Postfach oder auf Youtube begegnen.

Doch das letzte Jahr hat uns gelehrt, wie wichtig es ist, auf unsere Gesundheit zu achten. Wir haben gemerkt, was für Folgen es hat, wenn unsere physische und psychische Gesundheit zu kurz kommt. Umso mehr wünsche auch ich mir, meine Gesundheit in diesem Jahr zu einer größeren Priorität zu machen. Doch wie soll das gehen? Die Fitnessstudios haben noch immer zu und die Kinder sind schon wieder zu Hause.

Ich möchte dir in diesem Blogbeitrag ein paar Anregungen geben, wie nicht nur du, sondern ihr als ganze Familie einen gesunden Familien-Lifestyle einüben könnt.


Rede mit deiner Familie über das Thema

Spreche mit deiner ganzen Familie darüber, warum es wichtig ist, auf die eigene Gesundheit zu achten. Erzähle deiner Familie von deinen Gedanken und Zielen. Schäme dich nicht für die Punkte, in denen du bisher nicht so weit gekommen bist, wie du es eigentlich schon lange wolltest. Du kannst du dich mit deiner Familie über folgende Fragen austauschen:

- Welche Sache, bei der man sich viel bewegen muss, magst du am allermeisten: Fahrrad fahren, auf dem Spielplatz auf dem Klettergerüst klettern, bei deiner Freundin Trampolin springen?

- Konntest/ kannst du deine Lieblings-Bewegungsaktivität in der Schule machen? (z.B. in der Pause Fußball spielen)

- Gibt es eine Sache, die wir als Familie gemeinsam machen können, um Bewegung zu haben?

- Wie fühlst du dich meistens, nachdem du dich viel bewegt hast?

- Vermisst du es, dich viel zu bewegen, seitdem seit Corona so viel zu hat und ausfällt?


Identifiziere die emotionalen Blockaden

Hör genau zu, was deine Kinder auf deine Fragen antworten und versuche zwischen den Zeilen zu lesen. Wenn du ein Kindergarten- oder Grundschulkind hast, ist es wahrscheinlich offensichtlich, dass ihnen Bewegung fehlt. Wahrscheinlich hast du deine Mühe damit, zu verhindern, dass zuhause alles zu Bruch geht und sie total durchdrehen. Aber was ist mit deiner Teenagerin? Wie fühlt sie sich, wenn du mit ihr über das Thema redest? Vielleicht schämt sie sich, weil jemand aus ihrer Klasse ein Kommentar darüber gemacht hat, dass sie in letzter Zeit zugenommen hat. Vielleicht schämt dein Teenager sich, weil er genau weiß, dass er nicht so viel Ausdauer hat, wie sein Freund aus seinem Fußballteam.

Und wie sieht das bei dir aus? Sind die Ziele, die du dir in Bezug zur Gesundheit setzt, wirklich gesund? Bist du vielleicht etwas zu kritisch mit dir selbst oder zweifelst du an dir? Versuchst du eigentlich nur ein Image zu erlangen, das dein Leben dann am Ende aber in Wirklichkeit nur noch ungesünder macht? Geht es dir in Wirklichkeit um eine tolle Darstellung von dir selbst in deinem Instagram-Leben, anstatt um wirkliche Gesundheit in deinem realen Leben? Ich gebe zu, das sind alles ganz schön harte Fragen und sehr unangenehme Gefühle, die dabei hochkommen. Doch nur wenn wir uns dem stellen und uns damit auseinandersetzen, können wir der Enttäuschung und Frustration entgegenwirken und zu einem wirklichen gesunden Leben gelangen.


Maximiere das, was du bereits tust

Mein Mann und ich, wir lieben es, gemeinsam Sport zu machen - die verschiedensten Sportarten angefangen von Basketball bis hin zu Tanzen. Doch das ist nicht jedermanns Sache. Aber egal, ob es eine spezifische Sportart ist oder nicht, jeder von uns bewegt sich bereits in irgendeiner Art und Weise. Und genau das kannst du maximieren.

Ihr könnt im Park spazieren gehen, Seil springen, eure Treppen hoch und runter laufen, weniger mit dem Auto fahren, euer nächstes Video-Call im Stehen anstatt im Sitzen machen, während dem Film schauen auf einem Gymnastikball sitzen oder Videospiele spielen, bei denen man sich interaktiv bewegen muss.


Taten sprechen lauter als Worte

Das einfachste und schwierigste an Disziplin ist, es einfach zu tun. Doch wenn du anfängst, wird es deine Familie anstecken. Warum? Deine Kinder beobachten dich ständig. Und sie lieben dich. Sie werden dich nicht komisch finden, wenn du anfängst dich mehr zu bewegen. (Außer du hast einen pubertierenden Teenager. Der findet alles, was du machst, komisch.)

Wenn deine Liegestützen am Anfang mehr aussehen wie eine sterbende Robbe - es ist okay. Wenn du schon aus der Puste bist, wenn du zur Post joggst - es ist total in Ordnung. Der erste Tag ist immer der härteste. Doch wir alle fangen irgendwo an. Und ist es nicht ein tolles Zeugnis für deine Kinder, wenn du ihnen deutlich machst, dass man keine Angst haben muss, etwas neu auszuprobieren - selbst wenn es am Anfang zum Wegschmeißen komisch aussieht? Deine Kinder sehen deine Bemühungen und deinen Willen. Sie sehen, dass deinen Worten Taten folgen. Selbst wenn es „nur“ ein regelmäßiges Einmal-die-Woche-20-Minuten-Ding ist. Die daraus entstehende Frucht wird sich lohnen.


Es braucht gar nicht so viel, wie wir immer denken, um zu einem etwas gesünderen Familien-Lifestyle zu gelangen. Wenn du also das nächste Mal mit Werbungen wie „In nur 3 Wochen 8kg abnehmen“ oder „Wie du gesund lebst“ zugeballert wirst, dann kannst du dich entspannt daran erinnern: „Ich tue, was ich kann - in einer Art und Weise, die für meine ganze Familie gesund ist.“







Autor: Joanna Easley Original Artikel: https://theparentcue.org/4-ways-to-fit-fitness-into-your-family-in-2021/

Ins Deutsche übersetzt von Nora Wendt (Die Übersetzung enthält einige inhaltliche Anpassungen.)

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